Lisboa

Weine aus Lisboa

Lisboa, früher Estremadura, ist Portugals produktionsstärkste Weinregion – und eine der spannendsten. Atlantikwinde und Kalksteinböden formen kühle, elegante Rotweine und eine wachsende Weißwein-Renaissance. In Colares stehen bis heute wurzelechte Ramisco-Reben im Sand – ein lebendes Relikt aus der Zeit vor der Reblauskatastrophe.


  • 2023 Pirata Branco Malvasia
    Normaler Preis 26,00 €
    Verkaufspreis 26,00 € Normaler Preis
    0.75 l (34,67 €/l)
  • 2023 Viticultores Branco
    Ausverkauft
    Normaler Preis 19,50 €
    Verkaufspreis 19,50 € Normaler Preis
    0.75 l (26,00 €/l)
  • 2023 São Martinho Castelão Tinto
    Normaler Preis 26,00 €
    Verkaufspreis 26,00 € Normaler Preis
    0.75 l (34,67 €/l)
  • 2023 Viticultores Tinto
    Normaler Preis 19,50 €
    Verkaufspreis 19,50 € Normaler Preis
    0.75 l (26,00 €/l)
  • 2022 Viticultores Tinto
    Ausverkauft
    Normaler Preis 19,00 €
    Verkaufspreis 19,00 € Normaler Preis
    0.75 l (25,33 €/l)

Portrait Lisboa

Wer von Lissabon aus nach Norden fährt, durchquert eine Weinlandschaft, die lange im Schatten von Douro und Alentejo stand – und das, obwohl hier mehr Wein erzeugt wird als in fast jeder anderen Region Portugals. Lisboa, früher unter dem Namen Estremadura bekannt, erstreckt sich von den Hügeln nördlich der Stadt bis hinauf zur Halbinsel von Peniche. Der Atlantik ist hier nie weit entfernt, und genau das macht den Unterschied: Kühle Nächte, salzige Winde und eine Vegetationsperiode, die sich deutlich vom heißen Inland Portugals abhebt.

Die Serra de Montejunto, ein bewaldeter Höhenzug mitten in der Region, wirft einen klimatischen Schatten, der sich bis heute in der Anordnung der Weinberge zeigt. Westlich davon, dem Meer zugewandt, herrschen kühle, von Kalkstein geprägte Lagen. Östlich, im Windschatten des Gebirges, wird es wärmer und kontinentaler.

Colares: Wein aus dem Sand

Keine Subregion in Lisboa erzählt eine ungewöhnlichere Geschichte als Colares. An den Dünen westlich von Sintra, dem Atlantik direkt ausgesetzt, pflanzten Generationen von Winzern die Rebsorte Ramisco in tiefe, von Hand ausgehobene Gräben – manche bis zu sechs Meter tief –, bis die Wurzeln auf lehmigen Untergrund unter dem Sand trafen. Der Sand selbst bot einen einzigartigen Schutz: Die Reblaus, die im 19. Jahrhundert fast ganz Europa verwüstete, konnte sich in diesem Boden nicht halten. Bis heute stehen viele Reben in Colares wurzelecht, ein Relikt aus einer Zeit vor der großen Katastrophe. Der Ramisco selbst ist ein schlanker, tanninreicher, von einer charakteristischen Salzigkeit geprägter Rotwein – kein Wein für jeden Geschmack, aber einer mit einer Geschichte, die ihresgleichen sucht.