Alle Sake

Alle Sake

Sake ist mehr als ein Getränk zum Sushi. Wir führen eine kuratierte Auswahl japanischer Sake von kleinen, qualitätsorientierten Brauereien – jeder Sake persönlich verkostet und ausgewählt von unserem Sake-Experten Rei Suzuki, gebürtiger Japaner, mit Beratung zu Stil, Region und passendem Essen.

Von fruchtig-aromatisch bis umami-geprägt und gereift, von den klassischen Klassifikationen wie Junmai und Daiginjo bis zu traditionellen Braumethoden wie Kimoto und Yamahai: Wer Sake entdecken möchte, findet hier einen Einstieg – und wer ihn schon kennt, Raritäten von Häusern, die man in Deutschland selten sieht.

  • Salt′n′Yuzu
    Ausverkauft
    Normaler Preis 29,00 €
    Verkaufspreis 29,00 € Normaler Preis
    0.72 l (40,28 €/l)
  • Nigori Junmai Sparkling 720ml
    Normaler Preis 39,00 €
    Verkaufspreis 39,00 € Normaler Preis
    0.72 l (54,17 €/l)
  • JAL Junmai-Daiginjo
    Matsunotsukasa

    JAL Junmai-Daiginjo

    Niedriger Lagerbestand
    Normaler Preis 52,00 €
    Verkaufspreis 52,00 € Normaler Preis
    0.72 l (72,22 €/l)
  • Azolla 50 Junmai-Daiginjo
    Niedriger Lagerbestand
    Normaler Preis 49,50 €
    Verkaufspreis 49,50 € Normaler Preis
    0.72 l (68,75 €/l)
  • Toyokuni Sparkling
    Normaler Preis 49,00 €
    Verkaufspreis 49,00 € Normaler Preis
    0.72 l (68,06 €/l)
  • Tokubetsu Honjozo
    Normaler Preis 32,00 €
    Verkaufspreis 32,00 € Normaler Preis
    0.72 l (44,44 €/l)
  • Iwaizake Junmai
    Niedriger Lagerbestand
    Normaler Preis 35,00 €
    Verkaufspreis 35,00 € Normaler Preis
    0.72 l (48,61 €/l)
  • Impression H Junmai
    Normaler Preis 43,90 €
    Verkaufspreis 43,90 € Normaler Preis
    0.75 l (58,53 €/l)
  • 2018 Yamahai Miyamanishiki (Muroka, Nama-Genshu)
    Niedriger Lagerbestand
    Normaler Preis 79,00 €
    Verkaufspreis 79,00 € Normaler Preis
    0.72 l (109,72 €/l)
  • Kuzuno Sato
    Normaler Preis 38,00 €
    Verkaufspreis 38,00 € Normaler Preis
    0.72 l (52,78 €/l)
  • Kimoto Junmai
    Matsunotsukasa

    Kimoto Junmai

    Normaler Preis 35,00 €
    Verkaufspreis 35,00 € Normaler Preis
    0.72 l (48,61 €/l)
  • Kaizan Ittekisui Junmai-Daiginjo
    Normaler Preis 69,00 €
    Verkaufspreis 69,00 € Normaler Preis
    0.75 l (92,00 €/l)
  • 2018 Yamahai Aiyama (Muroka, Nama-Genshu)
    Noguchi Naohiko Sake Institute

    2018 Yamahai Aiyama (Muroka, Nama-Genshu)

    Normaler Preis 79,00 €
    Verkaufspreis 79,00 € Normaler Preis
    0.72 l (109,72 €/l)
  • Eine Flasche Noguchi Naohiko Sake Institute Honjozo
    Noguchi Naohiko Sake Institute

    2023 Honjozo

    Normaler Preis 45,00 €
    Verkaufspreis 45,00 € Normaler Preis
    0.72 l (62,50 €/l)
  • Nigori Junmai Sparkling 300ml
    Ausverkauft
    Normaler Preis 22,00 €
    Verkaufspreis 22,00 € Normaler Preis
    0.3 l (73,33 €/l)
  • Fukucho Seafood Junmai
    Normaler Preis 35,00 €
    Verkaufspreis 35,00 € Normaler Preis
    0.72 l (48,61 €/l)

Über Alle Sake

Noguchi Naohiko wendet Koji-Reis und beobachtet die Kondition des Koji-Reises.

Sake verstehen: ein Leitfaden für Weintrinker

Wer Wein liebt, hat den besten Zugang zu Sake, den man sich wünschen kann – auch wenn das auf den ersten Blick nicht so scheint. Denn Sake wird zwar oft „Reiswein" genannt, entsteht handwerklich aber eher so wie Bier. Im Glas jedoch, in Aromatik, Struktur und Vielfalt, liegt guter Sake dem Wein erstaunlich nah. Man muss nur wissen, worauf man achtet.

Dieser Leitfaden erklärt die wichtigsten Begriffe – Klassifikation, Braumethoden, Serviertemperatur und Essensbegleitung – für alle, die von Wein kommen und Sake ernsthaft entdecken wollen.

Was ist Sake eigentlich?

Sake entsteht aus vier Zutaten: Reis, Wasser, Koji und Hefe. Koji ist ein Edelschimmel, der die Stärke des Reises in Zucker umwandelt, den die Hefe dann zu Alkohol vergärt. Das Besondere: Beides passiert gleichzeitig, im selben Bottich – eine Technik, die es sonst nirgends in der Getränkewelt gibt und die dem Brauer enorme Kontrolle über den Stil erlaubt.

Für den Weintrinker heißt das: Sake hat keine Tannine, kaum Säure im weintechnischen Sinn und praktisch keinen Schwefel. Dafür etwas, das im Wein selten so klar hervortritt – Umami, jene herzhafte, mundfüllende Geschmacksdimension, die Sake zu einem so vielseitigen Essensbegleiter macht.

Die Klassifikation: Junmai, Ginjo, Daiginjo

Die wichtigste Einteilung von Sake dreht sich um zwei Fragen: Wurde dem Sake gebrannter Alkohol zugesetzt, und wie stark wurde der Reis vor dem Brauen poliert?

Der Begriff Junmai („rein") bedeutet, dass nichts als Reis, Wasser, Koji und Hefe im Spiel ist – kein zugesetzter Alkohol. Fehlt das Wort Junmai, wurde eine kleine, gezielte Menge gebrannten Alkohols hinzugefügt, was Aromen betonen und den Sake leichter machen kann; ein Honjozo ist so ein Sake.

Ginjo und Daiginjo beschreiben den Poliergrad. Vor dem Brauen wird die äußere Schicht jedes Reiskorns abgeschliffen. Bei einem Ginjo bleiben höchstens 60 Prozent des Korns übrig, bei einem Daiginjo höchstens 50 Prozent – der Rest wird weggeschliffen. Kombiniert ergeben sich die Namen: Ein Junmai-Daiginjo ist ein stark polierter Sake ohne zugesetzten Alkohol.

Warum mehr Politur nicht automatisch mehr Sake bedeutet

Hier lohnt es sich, genauer hinzusehen – denn Sake wird gern über diese eine Zahl verkauft. Je stärker der Reis poliert wird, desto reiner und aromatischer der Sake, so die Faustregel, und ein extrem stark polierter Daiginjo gilt vielen deshalb pauschal als das Feinste, was Sake zu bieten hat.

Wir sehen das differenzierter. Ein stärkerer Poliergrad ist für uns nicht automatisch mit einem spannenderen Sake gleichzusetzen. Beim Polieren wird nämlich nicht nur Unerwünschtes entfernt: Die äußeren Schichten des Reiskorns enthalten Proteine, Fette und Mineralstoffe, und gerade deren Reste können einem Sake das gewisse Etwas an Umami und Tiefe verleihen. Ein sehr stark polierter Sake ist oft klar, fein und duftig – aber er kann dabei auch an Textur und Charakter verlieren. Ein weniger stark polierter behält mehr von dem, was Reis, Wasser und die Handschrift des Brauers ausmacht.

Es ist ein bisschen wie bei der Frage nach dem neuen Holzfass im Wein: mehr ist nicht besser, sondern eine Stilfrage. Wer diese Nuance einmal verstanden hat, hört auf, Sake nach der Poliergrad-Zahl zu kaufen, und fängt an, ihn nach Charakter zu wählen.

Braumethoden: Kimoto, Yamahai, Sokujo

Bevor die Hauptgärung beginnt, muss ein Hefestarter angesetzt werden – und wie das geschieht, prägt den Stil erheblich. Drei Begriffe begegnen einem dabei.

Sokujo ist die moderne, schnelle Methode: Dem Starter wird Milchsäure direkt zugesetzt, um unerwünschte Bakterien fernzuhalten. Das ergibt saubere, klare, oft fruchtig-elegante Sake.

Kimoto ist die traditionelle, aufwändige Methode, bei der die Milchsäure ganz natürlich von Bakterien aus der Umgebung gebildet wird – ein langsamer, arbeitsintensiver Prozess, der kräftige, vielschichtige Sake mit spürbarer Struktur hervorbringt.

Yamahai ist eine etwas jüngere Variante des Kimoto-Verfahrens, die auf einen besonders mühsamen Arbeitsschritt verzichtet, aber ebenfalls auf natürliche Milchsäure setzt. Yamahai-Sake sind bekannt für ihren tiefen Umami, ihre Herzhaftigkeit und eine gewisse wilde Note – für Weintrinker oft der spannendste Einstieg, weil sie am weitesten weg sind vom Klischee des glatten, süßlichen Sake.

Sake richtig servieren

Guten Sake genießen wir wie einen guten Weißwein: gut gekühlt und aus einem hochwertigen Weinglas. Auf das Erhitzen verzichten wir bewusst. Das warme Servieren stammt aus einer Zeit, in der einfachere Qualitäten vorherrschten, deren Ecken und Kanten die Wärme kaschieren sollte – bei einem fein gebrauten Sake überdeckt sie hingegen genau die Aromen, auf die es ankommt.

Am liebsten trinken wir Sake aus mundgeblasenen Gläsern von Zalto. Ein gutes Weinglas bündelt die feine Aromatik eines Ginjo oder Daiginjo genauso, wie es das bei einem großen Weißwein tut – die traditionelle kleine Schale wird dem Sake, den wir führen, schlicht nicht gerecht. Geöffnet hält sich Sake gekühlt problemlos einige Tage, unpasteurisierte Sake (Nama) gehören generell in den Kühlschrank.

Sake und Essen

Der größte Vorzug von Sake am Tisch ergibt sich aus dem, was ihm fehlt: kaum Säure, keine Tannine, kein Schwefel. Genau die Komponenten, die Wein bei manchen Speisen an seine Grenzen bringen – Spargel, Artischocke, Ei, rohem Fisch, jodigen Meeresfrüchten –, sind bei Sake kein Thema. Sein Umami baut stattdessen eine Brücke zu herzhaften Gerichten, zu gereiftem Käse ebenso wie zur europäischen Küche weit über Sushi hinaus.

Wer wissen will, welcher Sake zu welchem Gericht passt, ist bei uns richtig: Rei Suzuki, unser Sake-Experte und gebürtiger Japaner, berät zu Stilen, Regionen und konkreten Kombinationen – für zu Hause ebenso wie für Gastronomie und Fachhandel.