Hirsch Vineyard
Der Hirsch Vineyard liegt nur 3 Meilen vom Pazifik entfernt, nahe der Mündung des Russian River. Die Reben wurden im Jahr 1995 gepflanzt. Der Weinberg liegt direkt an der San Andreas Verwerfung, dementsprechend besteht der Boden hier aus einem riesigen Mosaik verschiedener Gesteins- und Bodentypen. (z.B. Sandstein, Schiefer, Quarz und Lehm). Das Klima hier ist extrem. Zwar liegt ein Großteil der Reben oberhalb des Nebels, starke Winde vom Pazifik, starke Schwankungen der Luftfeuchtigkeit und Temperatur sorgen aber trotzdem für eine lange Reifeperiode der Trauben. Während David Hirsch zunächst nur als Traubenlieferant für die Winzerelite Kaliforniens fungierte (Littorai, Williams Selyem etc.), entschied er sich im Jahr 2002 dazu auch eigene Weine zu produzieren.
Biodynamischer Vorreiter in Kalifornien
Seit 2011 wird der gesamte Hirsch Vineyard biodynamisch bewirtschaftet. David Hirschs Tochter Jasmine Hirsch ist dabei federführend. Ted Lemon hatte darauf maßgeblichen Einfluss und konnte somit nochmals zu einer Steigerung der Traubenqualität aus dem Hirsch Vineyard beitragen.
Vinifikation
Alle Weine von Littorai werden in offenen Holzgärständern vergoren. Der Ganztraubenanteil liegt je nach Wein zwischen 0 und 50%. Die Weine riechen nie grün und rappig, der Ganztraubenanteil ist stets harmonisch eingebunden. Für die Entscheidung spielen Jahrgang, Lage und Lesezeitpunkt eine Rolle. Der Neuholzanteil liegt bei 15-20%. Dabei kommen ausschließlich Fässer französischer Top Tonnelerien wie Damy, Mercurey, Francois Frères etc. zum Einsatz. Es findet kein Abstich statt, da Ted glaubt dass sich die Weine auf ihren originalen Hefen am besten entwickeln. Keiner der Weine bei Littorai wird geschönt oder filtriert. Ted Lemon, der Ende der 80er Jahre bei Roumier, Dujac und als Kellermeister bei Roulout gearbeitet hat, ist ein Meister der Balance und Eleganz. Es handelt sich um Weine für Finessetrinker! Wer hochkonzentrierte, alkoholstarke Pinots aus Kalifornien sucht, wird mit den Weinen nicht glücklich werden. Wer allerdings einen authentischen Terroirabdruck aus diesem faszinierenden Teil Nordkaliforniens sucht, muss Littorai probieren.
Im Glas
In der Nase zeigt sich der 2019er Hirsch sehr typisch für die Lage. Blutorange und Rhabarber, dazu kommt die typische Würzigkeit. Waldboden, Pilze und etwas Nori Alge. Das Tannin ist sehr seidig und harmonisch eingebunden. Die ebenfalls für Hirsch typische Säurestruktur hebt den Wein und verleiht ihm Energie und eine gewisse Unbeschwertheit. Die Lagen Pinot Noirs aus der West Sonoma Coast sind im Allgemeinen etwas zarter und rotfruchtiger im Vergleich zu ihren Pendants aus dem Anderson Valley.